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... und werden alle selber bewirtschaftet. Die Lage erscheint noch auf unseren Rieslingen in der Literflasche und dient dort zur Differenzierung der Weine, sonst müsste man ihnen zur Unterscheidung einen Namen geben. Auch bei den Selectionsweinen führen wir noch die Lage, dort ist die Angabe obligatorisch.
Beim Blick auf die Weinbergslagen in unserer Gegend stellt man schnell fest, dass es sichreben_lage7.html dabei nicht um zusammenhängende Rebstücke handelt. In unserem hügeligen Gelände
befinden sich die Reben vielmehr an den
Hängen rund um die Ortschaften verteilt. Dies bedeutet dass selbst wenn die ganze Gemarkung den Namen einer guten Weinlage trägt, es sich nicht alles um gute Lagen handelt. Beim Eschenauer Paradies gibt es gute Südlagen und Westlagen, aber auch weniger gute Ostlagen und Nordlagen (bei uns auf dem Weingut glücklicherweise nicht), tragen jedoch alle denselben Namen. Damit wird es schwierig einem Kunden die tatsächlichen Vorzüge einer Lage klarzumachen. Wenn der Lagenname etwas über den Wein aussagen soll, müsste nach zusammenhängenden Weinhängen getrennt werden. 
Der nächste Faktor ist der Boden und der spielt für uns eine sehr große Rolle, jedoch besteht keine unserer Weinlagen lediglich aus einer Bodenart. Der Grundbodenart ist im ganzen Tal Gipskeuper, es ändert sich aber fast in jedem Rebstück die Bodenzusammensetzung. Es gibt viele Kiesplatten mit einem hohen Gesteinsanteil, es gibt Rebstücke mit etwas mehr Ton andere mit einem höheren Lehmanteil.
Dort kommt jetzt die Aufgabe des Winzers zum Zuge. Es gilt zu entscheiden welche Reben kommen auf welche Unterlage, in welchen Boden,
in welche Hangrichtung und in welche Höhenlage.
Da für uns die Qualität eine ganz entscheidende Rolle spielt, fällen wir diese Entscheidung besonders gewissenhaft. Dabei ist es wichtig auch generationenübergreifend zu diskutieren, wissen die Älteren durch ihre längere Erfahrung doch immer etwas besser Bescheid.
Bei uns kommen spätreifende Sorten wie Riesling und Lemberger in die besten Lagen, da diese den höchsten Strahlungsgenuss durch die Sonne benötigen. Die Weißweine werden möglichst in höhere Lagen gesetzt, da dort die Durchlüftung besser ist und die Säure erhalten bleibt. Rotweine kommen eher in wärmere, windgeschützte Lagen da dort die Farb- und Phenolausbildung besser abläuft. Diese Philosophie bringt uns den erwünschten Spitzenqualitäten weit näher als jede Lagenpolitik. Manche Weine stehen bisher an einzig einem Rebstück. Durch die Auswahl von geeigneten Rebstücken für eine Neuanpflanzung auf dem gesamten Betrieb und nicht nur innerhalb einer Lage, kann die Auswahl standortgerecht optimal getroffen werden. Dies bedeutet dass der Name Weingut Gruber weit mehr aussagt als die Lage allein. Der Weinstil, die passende Rebe zur Lage und die Pflege der Reben hat mehr Einfluss auf den späteren Wein als einzig allein die Weinlage.
So genug mit Begründungen und Meinungen! Wein trinken sollte einfach Spaß machen und weniger darüber diskutiert werden. Probieren Sie einfach ein paar Weine. Bisher hatten sowieso nur wenige unserer Kunden einen echten Bezug zur Lage (und dort steht die Lage noch drauf). Mit dieser Entscheidung hat auch eine Vereinfachung der Etiketten stattgefunden und diese werden übersichtlicher.
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